Qualifizierung

In Clustern kommen Menschen, Kapital und Wissen zusammen. Ihre Interaktionen stellen einen wertvollen Standortfaktor dar. Dieses Zusammenspiel ist ortsgebunden. Das gilt zumindest für wissensintensive Tätigkeiten. Öffnen sich die Türen zu Ländern mit niedrigem Kostenniveau, wandert das verarbeitende Gewerbe weiter, vor allem dann, wenn es Güter produziert, die mit einfachen, meist schon ubiquitären Techniken hergestellt werden können. Wissensbasierte Cluster bleiben, wenn sie gepflegt werden. Daher ist die Qualifizierung der Mitarbeiter der einzige und wichtigste Faktor, um eine Region innovativer und besser zu gestalten als Länder mit niedrigen Lohnkosten.

Ziel des Mechatronikers ist, das Wissen und die Elemente der 3 Teilgebiete im Bereich Mechanik, Elektrotechnik und Informatik zur Realisierung eines optimalen Gesamtproduktes zu verbinden. Mechatronische Anforderungen ergeben sich überall dort, wo durch Verknüpfungen von Methoden und Werkzeugen der Teilbereiche eine Verbesserung in der Entwicklung und technischen Umsetzung vorhandener Produkte, Maschinen, Prozesse und Anlagen erreicht werden soll bzw. neue integrierte mechanisch- elektronische Systeme entwickelt werden müssen. Der Mechatroniker schafft als Fachwissenübergreifender die Verbindung von Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. Damit bietet sich ein Weg, Vorstellungen und Lösungsansätze aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und neue Perspektiven für integrierte technische Lösungen zu gewinnen. Durch die hohe Zahl an Maschinenbau- und Elektrotechnikbetrieben im Landkreis Cham ist der Bedarf an qualifizierten Mechatronikern sehr groß. Das Mechatronik-Netzwerk und die darin entwickelten Strukturen waren von Anfang an die Grundlage und Vorbild für ein Netzwerk „Lebenslanges Lernen“.